Stadtmuseum Obermühle
Buchempfehlung

Bürgerliche Geschichte der Stadt Braunfels und ihrer Einwohner

Das Stadtmuseum Obermühle zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Bürger, Handwerker und Bauern aus der Zeit der zweiten Hälfte des 19. bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts.
Die Obermühle wurde mit großer Wahrscheinlichkeit im 13. Jahrhundert erbaut und ist damit neben dem Schloß und der Kirche von St. Georgen eines der ältesten Gebäude in Braunfels. Sie diente zunächst als Wehrturm (Schießscharten sind noch heute erkennbar) und zur Sicherung zweier sich kreuzender Handelsstraßen.

Nach der Erbauung der Burg verlor sie bald ihre strategische Bedeutung, bereits im 15. Jahrhundert erhielt sie eine neue Nutzung. Ein Vertrag von 1450 zwischen dem Grafen von Solms-Braunfels und einem Müller belegt dies. Sie diente zunächst nur als Getreidemühle, wurde zu einem späteren Zeitpunkt (eine Rötelzeichnung von der Konstruktion eines Eisenhammers aus der Zeit um 1580 entspricht der Situation der Obermühle) um einen Eisenhammer erweitert.

1972 sollte das Gebäude der Obermühle, "da zu nichts mehr benötigt", abgerissen werden. Dem Einsatz der sehr aktiven Heimatkundler ist der Erhalt dieses Gebäudes zu verdanken. Sie richteten ein "Heimatmuseum" ein, das im Gegensatz zum fürstlichen Museum im Schloß, das Leben der "einfachen Leute" zeigt.

Führung durch das Stadtmuseum (PDF-Datei, 85 kByte)

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